{"id":102,"date":"2014-03-02T15:42:24","date_gmt":"2014-03-02T13:42:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.carmensylvahaus.de\/homepage\/?page_id=102"},"modified":"2025-11-09T16:30:28","modified_gmt":"2025-11-09T14:30:28","slug":"pflegekonzept","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.carmensylvahaus.de\/homepage\/pflegekonzept\/","title":{"rendered":"Pflegekonzept"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-family: Times New Roman; text-align: left;\"><\/h3>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.carmensylvahaus.de\/homepage\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Logo.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"411\" class=\"wp-image-1107\" src=\"https:\/\/www.carmensylvahaus.de\/homepage\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Logo-1024x411.png\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.carmensylvahaus.de\/homepage\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Logo-1024x411.png 1024w, https:\/\/www.carmensylvahaus.de\/homepage\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Logo-300x121.png 300w, https:\/\/www.carmensylvahaus.de\/homepage\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Logo-768x309.png 768w, https:\/\/www.carmensylvahaus.de\/homepage\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Logo-604x243.png 604w, https:\/\/www.carmensylvahaus.de\/homepage\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Logo.png 1202w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n<h3 style=\"font-family: Times New Roman; text-align: left;\"><\/h3>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h4><span style=\"color: #008080;\"><strong>Hier zur Einsicht unser ausf\u00fchrliches Pflegekonzept:<\/strong><\/span><\/h4>\n<h3 style=\"font-family: Times New Roman; text-align: left;\">\u00a0<\/h3>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center; font-family: Times New Roman;\"><b>I\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ziele<\/b><\/h3>\n<p>Der Verein stellt sich die Aufgabe, eine Kranken- und Altenpflege zu erbringen und zu f\u00f6rdern, die das Menschenbild Rudolf Steiners zur Grundlage hat.<\/p>\n<p>Ziel ist es, sich an den individuellen Bed\u00fcrfnissen der Bewohner zu orientieren und ihnen ein Zuhause zu geben.<\/p>\n<p>Die Mitarbeiter\/Innen des\u00a0 Vereins arbeiten in der \u00dcberzeugung,\u00a0 dass f\u00fcr den Menschen jede Lebensphase sinnvoll ist, auch eine solche, in welcher der K\u00f6rper gebrechlich und pflegebed\u00fcrftig ist. So ist es uns selbstverst\u00e4ndlich, dass unsere Bewohner auch im Sterbeproze\u00df\u00a0 von uns begleitet werden.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center; font-family: Times New Roman;\"><b>II\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Grundlagen<\/b><\/h3>\n<p>Die Arbeit im Carmen-Sylva-Haus gr\u00fcndet auf einem erweiterten Pflegeverst\u00e4ndnis. In einem ganzheitlichen Dienst am alten Menschen wollen die MitarbeiterInnen mit den ihnen Anvertrauten eine Schicksalsgemeinschaft bilden.<\/p>\n<p>Das Haus soll in einer familien\u00e4hnlichen Atmosph\u00e4re vertrauensvoller Zuwendung und Betreuung gef\u00fchrt werden. Da der Mensch als eine Einheit aus Leib, Seele und Geist verstanden wird, sollen die Bewohner nicht nur auf der k\u00f6rperlichen Ebene betreut, sondern ein Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr entwickelt werden, dass auch der seelisch-gem\u00fcthafte und der geistige Bereich Ansprache und F\u00fcrsorge ben\u00f6tigen. Auch der gebrechlich gewordene Mensch wird als vollst\u00e4ndige Individualit\u00e4t anerkannt, deren besonderer Situation gem\u00e4\u00df, jede Begegnung mit Ruhe, G\u00fcte und Geduld erfolgen soll. Dies hat nicht nur Auswirkungen im Hause selbst, sondern wir betrachten insgesamt die Entwicklung dieser Werte als notwendigen Impuls im Weltgeschehen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center; font-family: Times New Roman;\"><b>III\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Leben im Carmen-Sylva-Haus<\/b><\/h3>\n<p><b>1. Gegenw\u00e4rtige Situation<\/b><\/p>\n<p>Wir sind als neues Wohnmodell vom Ministerium f\u00fcr St\u00e4dtebau und Wohnen NRW im Jahre 2004 anerkannt worden.<\/p>\n<p>Die Pflegeeinrichtung Carmen-Sylva-Haus nimmt alte, kranke und behinderte Menschen verschiedener Altersstufen auf.\u00a0 Zur Zeit (Januar 2012) leben hier 15 Menschen zwischen 69 und 99 Jahren; der \u00fcberwiegende Anteil der Bewohner ist demenziell ver\u00e4ndert. ( u .a. leben z. zt. auch Menschen mit\u00a0 folgenden Erkrankungen: Parkinson-, Depression, Zustand nach Apoplex, Diabetes, Zustand nach Herzkreislauferkrankungen, Chorea Huntington in unserem Haus)<\/p>\n<p><b>2. Platzangebot<\/b><\/p>\n<p>Das Haus entspricht den neuesten Anforderungen, alle Zimmer verf\u00fcgen \u00fcber ein Rollstuhl zug\u00e4ngiges\u00a0 Duschbad.<\/p>\n<p>15 Pflegepl\u00e4tze, davon 9 Einzel- und 3 Doppelzimmer stehen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Alle Zimmer sind mit einem Pflegebett, Pflegenachttisch und einem 2-3 t\u00fcrigem Kleiderschrank ausgestattet.<\/p>\n<p>Wir legen Wert auf eine individuelle Gestaltung der Zimmer, was auch gerne durch das Mitbringen eigener M\u00f6bel noch erg\u00e4nzt werden kann<\/p>\n<p>Das Haus ist von einem sehr gro\u00dfen Garten mit altem Baumbestand umgeben, der im Jahr 2008 neu mit den Elementen eines Sinnesgartens erweitert wurde, wie einem Rundweg, Wasserspiel und Kr\u00e4uterhochbeet.<\/p>\n<p><b>3. Soziales und kulturelles Leben<\/b><\/p>\n<p>Wie die wohnliche Gestaltung der Umgebung die Beziehung zu den vorhandenen R\u00e4umlichkeiten erleichtert, so gibt eine klare, rhythmische Gestaltung des Tagesablaufs den Bewohnern innere Sicherheit in der Zeit.<\/p>\n<p>Nach der mit individueller Ansprache und einem warmen Getr\u00e4nk begleiteten Grundpflege bietet um 9.00 Uhr das Fr\u00fchst\u00fcck die erste Gelegenheit zum Zusammenfinden der Gemeinschaft. Im anschlie\u00dfenden Morgenkreis wird der neue Tag mit\u00a0 Gedanken zur Jahreszeit\u00a0 und durch Nennung des aktuellen Datums begr\u00fc\u00dft. Besonderheiten wie Geburts-, Fest- und Feiertage werden hervorgehoben und ihre Anl\u00e4sse durch entsprechende Bilder oder Texte verdeutlicht.<\/p>\n<p>\u00dcberwiegend vormittags kommen Therapiedienste, wie Ergotherapie, Krankengymnastik und eine Musiktherapeutin f\u00fcr bettl\u00e4gerige Bewohner ins Haus. Ebenso finden Fu\u00dfpflege und Friseurdienste statt.<\/p>\n<p>Wenn das Wetter es zul\u00e4sst, dient der nahegelegene Rundweg zur Mobilisation der Bewohner.<\/p>\n<p>Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Zeit von 12.00 \u2013 13.00\u00a0 Uhr an gedecktem Tisch (kein Tablettsystem) begleitet von Pflegekr\u00e4ften,\u00a0 ruhen alle Bewohner, w\u00e4hrend das Mitarbeiterteam wechselt und der Nachmittag vorbereitet wird.<\/p>\n<p>In unserer kleinen Einrichtung wird 2 x w\u00f6chentlich frischer Kuchen gebacken.<\/p>\n<p>Zur Kaffeerunde, die bei entsprechendem Wetter auch im Garten stattfindet, wird jeder Bewohner begleitet.<\/p>\n<p>Eine ruhig durchgef\u00fchrte Abendpflege beg\u00fcnstigt einen guten Schlaf; ein jeweils pers\u00f6nlicher Abschlu\u00df mit einem kleinen Gespr\u00e4ch oder einem Gebet lassen den Tag ausklingen.<\/p>\n<p><b>4. regelm\u00e4\u00dfige Angebote im Hause sind:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>M\u00e4rchennachmittage<\/li>\n<li>Sing und Liederkreis<\/li>\n<li>Spielerrunde<\/li>\n<li>Lesestunde<\/li>\n<li>Malen<\/li>\n<li>Spazierg\u00e4nge<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Zugriff zur Kreativit\u00e4t\u00a0 \u00fcber die Angebote im Kreativschrank\u00a0 ist vorhanden . Dieses wird von den Mitarbeitern unterst\u00fctzt, so wie es zu jedem Einzelnen passt.<\/p>\n<p>Weiterhin werden der jeweilige pers\u00f6nliche Geburtstag und die im Jahreskreis anfallenden Feste gefeiert<\/p>\n<p>Neben den gro\u00dfen christlichen Festen kommt auch der Johanni- und der Michaelizeit besondere Bedeutung zu; so lebt jeder Tag vor dem Hintergrund der jeweiligen Jahres- und Festeszeit.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center; font-family: Times New Roman;\"><b>IV\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Pflege<\/b><\/h3>\n<p>Zu einer sorgf\u00e4ltigen Grund- und Behandlungspflege treten als besondere Ma\u00dfnahmen, deren belebende Wirkungen oft beobachtet werden konnten, Fu\u00dfb\u00e4der und rhythmische Einreibungen. Hinreichende Fl\u00fcssigkeitsaufnahme und eine gesunde Ern\u00e4hrung beugen typischen Pflegeproblemen (Dekubitus, Obstipation, Dehydration) und Verwirrtheit vor. Bei Bedarf sind f\u00fcr Bewohner mit Schluckst\u00f6rungen auch Verdickungsmittel vorhanden. St\u00e4ndige Mobilisation und durch Fachkr\u00e4fte ausgef\u00fchrte Krankengymnastik und Ergotherapie halten k\u00f6rperlich beweglich und wirken prophylaktisch.<\/p>\n<p>Bei allen grundpflegerischen T\u00e4tigkeiten versuchen die PflegerInnen, den alten Menschen alles ihm noch M\u00f6gliche selbst tun zu lassen, bestenfalls sogar verlorengegangene F\u00e4higkeiten wieder zu beleben. Wir pflegen und dokumen-<\/p>\n<p>tieren auf der Basis des Pflegemodells von Monika Krohwinkel. Qualit\u00e4tsfragen werden auch im Tr\u00e4gerkreis aufgegriffen, der 1 X monatlich stattfindet.<\/p>\n<p>Immer wieder geben die PflegerInnen\u00a0 &#8211; im Rahmen der M\u00f6glichkeiten &#8211;\u00a0 auch Anregungen zu gegenseitigen Hilfeleistungen unter den Bewohnern. Regelm\u00e4\u00dfige Teamsitzungen wirken kl\u00e4rend und weiterf\u00fchrend.<\/p>\n<p>In Fallbesprechungen wird im Team gemeinsam geschaut, wo individuell Ma\u00dfnahmen passen, greifen oder verbessert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Damit wir diesem Anspruch gerecht werden k\u00f6nnen, arbeiten wir nach dem Prinzip der Bezugspflege. So sind die Mitarbeiter\/Innen f\u00fcr Organisation, Planung und Durchf\u00fchrung der Grund- und Behandlungspflege verantwortlich.<\/p>\n<p>Die Pflegedienstleitung ist im Prozess eingebunden und kontrolliert anhand von mindestens 1 X j\u00e4hrlich erhobenen Pflegevisiten das Ergebnis.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Pflegepersonal bedeutet das Konzept, sich Zeit zu nehmen, sich am Auffassungsverm\u00f6gen des Bewohners zu orientieren und durch ruhiges, geduldiges Eingehen auf die Bewohnersituation auch kleine Pflegeerfolge sichtbar werden zu lassen.<\/p>\n<p>Unsere Erwartung an eine sichere und gute Pflege erfordert die Qualifizierung unserer Mitarbeiter, so das regelm\u00e4\u00dfige Fort- und Weiterbildung (auch hausintern) erforderlich sind.<\/p>\n<p>Unsere verantwortliche Pflegekraft ist f\u00fcr Pflegeplanungen und Qualit\u00e4tsfragen zust\u00e4ndig und bespricht diese auch mit der Heimleitung. Der 1 x monatlich sattfindende Wirtschaftskreis greift die wirtschaftlichen Fragen ebenso auf wie der Tr\u00e4gerkreis im Qualit\u00e4tsfindungsproze\u00df ideell und praktisch Interesse und Verantwortlichkeit zeigt.<\/p>\n<p><b>\u00a0Aufgaben der PflegerInnen<\/b><\/p>\n<p>Alle Arbeit der PflegerInnen im Carmen-Sylva-Haus ist begleitet von der st\u00e4ndigen Bereitschaft zur Zuwendung zum alten Menschen und dem Bem\u00fchen, eine besondere Sensibilit\u00e4t gerade auch f\u00fcr das seelische und geistige Befinden der Betreuten zu entwickeln, denn nur durch ein engagiertes und verst\u00e4ndnisvolles Aufgreifen der besonderen Situation am Lebensende kann in den Beschwernissen des Alters doch Mut und Hoffnung gespendet werden. Da ein wirkliches Miteinanderleben viel zur Gesundung und zum Beibehalten der geistigen Wachheit im Einzelnen beitr\u00e4gt, wollen die PflegerInnen Kontakte zwischen den Bewohnern herbeif\u00fchren; sie helfen und beraten in Konflikten und spenden Trost bei Leid und Schmerz.<\/p>\n<p>Die Kontakte zu den Familien der Betreuten werden so intensiv wie m\u00f6glich gepflegt. All das ist nur m\u00f6glich, wenn die PflegerInnen die Arbeit auch als Bereich zur Selbsterfahrung annehmen, ihr Verhalten reflektieren und F\u00e4higkeiten zur konstruktiven Kritik wie auch zur Selbstkritik entwickeln. Daher ist die Bereitschaft zum Austausch mit den Kollegen und Kolleginnen notwendig. Zu jedem Schichtwechsel gibt es eine \u00dcbergabebesprechung und mindestens einmal monatlich findet eine l\u00e4ngere Teambesprechung, in die bei Bedarf auch die Mitarbeiter der Hauswirtschaft, der sozialen Betreuung und der Therapie\u00a0 einbezogen werden.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen die Besch\u00e4ftigung mit den Biographien der Betreuten und die Er\u00f6rterung ihres Befindens in den t\u00e4glichen Besprechungen zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Alter und dem Lebensende anregen.<\/p>\n<p>So soll die gesamte Arbeit im Carmen-Sylva-Haus, vor allem auch die Zusammenarbeit mit \u00c4rzten und Therapeuten, als M\u00f6glichkeit zur Fortbildung aufgegriffen werden.<\/p>\n<p>Besch\u00e4ftigung von Menschen, die vorher noch keinen Kontakt zur Anthroposophie hatten, ist nicht ausgeschlossen, doch wird Offenheit gegen\u00fcber den oben genannten Zielen und der beschriebenen Arbeitsweise erwartet.<\/p>\n<p>Wir erwarten, dass die Mitarbeiter\/Innen sich mit anthroposophischen\u00a0 Pflegema\u00dfnahmen, wie Wickel , Einreibungen u.a. vertraut machen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Wuppertal \u00fcberarbeitet 1.05.2012<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Hier zur Einsicht unser ausf\u00fchrliches Pflegekonzept: \u00a0 \u00a0 I\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ziele Der Verein stellt sich die Aufgabe, eine Kranken- und Altenpflege zu erbringen und zu f\u00f6rdern, die das Menschenbild Rudolf Steiners zur Grundlage hat. Ziel ist es, sich an den individuellen Bed\u00fcrfnissen der Bewohner zu orientieren und ihnen ein Zuhause zu geben. Die Mitarbeiter\/Innen des\u00a0 Vereins arbeiten in der \u00dcberzeugung,\u00a0 dass f\u00fcr den Menschen jede Lebensphase sinnvoll ist, auch eine solche, in welcher der K\u00f6rper gebrechlich und pflegebed\u00fcrftig ist. 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